Bedre med lue

01Januar
2014

Wieder zurueck

 

Hallo ihr Mitleser,

mittlerweile bin ich schon ein Weilchen wieder zurueck in Deutschland und gewöhne mich auch langsam wieder an Ampeln, mehr Menschen und Autos umd auch an die deutsche doch etwas umfreundlichere und nicht ganz so hilfsbereite Art:P Die letzten Tage in Norwegen waren wirklich schön, es gab zum Abschluss nochmal richtig viel Schnee und Trondheim war super, eine richtig schöne Stadt.

Ich hoffe, ihr hattet wunderschöne Weihnachtstage und seid alle gut ins neue Jahr gekommen. Schön, dass ihr mitgelesen habt, darüber hab ich mich sehr gefreut. Das ist jetzt auch der letzte Blogeintrag, ich bin ja wieder zurück:)
Also, lasst es euch ganz doll gut gehen. Viele Grüße, Fine 

09Dezember
2013

Notodden at its best

 

Der Abflug rückt näher und der Abstand zwischen den Blogeinträgen wird länger. Jetzt aber nochmal einer, bevor's auch schon zurück geht.

Aktuelle wichtige Meldung: starker Schneefall. Heute morgen beim Blick aus dem Fenster hab ich erst gedacht ich guck nicht richtig. Alles, was ich sehen konnte war über und über mit Schnee bedeckt, mindestens 15cm. Letzte Woche war's kalt genug, um auf dem See Schlittschuh zu laufen. Das erste Mal so richtig richtig habe ich meine Winterjacke trotzdem erst heute. Irgendwie ulkig. Maxime und ich haben uns auf eine ausgibeige Schneewanderung gemacht, mit Schlitten ausgerüstet und sind das ein oder andere Mal dem Boden ein gutes Stück näher gekommen, da der Schnee die Eisflächen hervorragend verdeckt hat. So viel Schnee ist schon mächtig cool.
--> Fotos Winter

Die Woche nach dem Bergenausflug hatten wir ein Praktikum in einer nahegelegenen Schule. Zusammen mit Dominika, Unai und Maxime war ich in der Tveiten Skole, einer Grundschule bis zur 7. Klasse, die aber trotzdem recht klein ist, da es pro Klassenstufe nur eine Klasse gibt. Haben die meiste Zeit mit der 7. Klasse verbracht, jedoch auch mit 6, 3 und 1. Verantwortlich waren für Sportstunden, einmal Schwimmen und einmal uteskole mit der 1. Klasse, was frei übersetzt Draußen-Klassenzimmer bedeutet, bei den anderen Fächern haben wir mehr beobachtet. Freitag hatte die 6. Klasse Ernährung&Gesundheit und sie haben Burger, Blaubeerkuchen und Vanilleeis gemacht. Ich sag euch, vorzüglich. Und zusammen mit denen essen war einfach herrlich:) Die Woche ging viel zu fix rum. Es hat sehr viel Spaß gemacht und die Kinder waren super. Beim Rugby-Spielen haben sie sich hervorragend angestellt. Schwimmunterricht für die 3. Klasse durchführen ist gar nicht so einfach. Der Schulhof erstreckt sich auch über Felsen und Abhänge und ohne hinterherrennende Aufichtsperson spielen dort alle. Da hab ich so an zu Hause gedacht und dachte so Mensch, da wär das Geschrei schon groß und wenn dann noch jemandem was passiert, ist die Kac*e am dampfen.
--> Fotos Tveiten Skole

Uni ist jetzt endgültig abgeschlossen, die letzten großen Partys sind gefeiert. Als Geschenk gabs von der Uni ein vorweihnachtliches Essen, typisch West-Norwegen: gebraten-gedünstet-gekochtes Schafsfleisch mit Kohlrabi-Möhren-Brei und Kartoffeln, als Nachtisch Sahne-Milchreis mit Johannisbeersauce. Danach dachte ich, ich platze.
Morgen geht's mit Maxime und Zoé mit dem Zug nach Trondheim. Da freu ich mich schon sehr. Vielleicht sehen wir auch Polarlichter, die Chance beseht auf alle Fälle. Und nach ein paar Tagen Notodden geht es dann nächste Woche zurück nach Hause.Ich freu mich total, aber es ist auch komisch zu wissen, dass das Ganze hier dann vorbei ist. Mit diesen Worten werde ich jetzt die letzte Woche ausgiebig genießen:) Hoffe euch geht es allen gut. Die Weihnachtsstimmung hat euch bestimmt schon ein bisschen in ihren Bann gezogen. Viele viele Grüße, Fine
--> Schlussspurt

 

http://bedremedlue.auslandsblog.de/
27November
2013

Bisschen her, nicht vergessen: Bergen

 

Der letzte Blogeintrag ist doch schon ein wenig her, so recht kam ich bisher nicht dazu, war dann immer etwas anderes zu tun. Jetzt ist aber wirklich höchste Eisenbahn.

Vor zwei Wochen ist Vicky mich besuchen gekommen und wir haben die Zeit natürlich intensivst für den Informationsaustausch genutzt:) Donnerstagabend gings dann von Notodden mit dem Zug nach Bergen, wo wir morgens um 7 ankamen. Auf der letzten Strecke nach Bergen war Vicky ganz begeistert von dem Schlafpaket, welches jeder im Zug bekam:  Decke, Schlafbrille, Ohropax und aufblasbares Kissen. Halbwegs ausgeschlafen haben wir uns vor Ort mit Kira, Lisa und Anna getroffen, die waren schon den Abend davor angekommen. Das Hostel ist wirklich sehr schön gewesen, war preislich in Ordnung und lag direkt im Stadtzentrum. Nur eine Kochmöglichkeit gabs nicht, aber zwei Tage Tiefkühlkost und Fertigessen ging schon klar.

Es fing alles so gut an. Wir als Reisegruppe los und bereit, Bergen zu erkunden. So ein bisschen kam uns da dann aber der sintflutartige Regen in die Quere. Selbst für Bergen, welches die regnerischste Großstadt Europas ist (270.000, da geht Großstadt ab:), war Freitag ein besonderer Regentag. Nachdem wir alle keine Hosen mehr trugen sondern eine nasse zweite Haut, haben wir eine ausgedehnte Mittagspause bei Mc's gemacht. Das Shop-Hopping danach war angenehmer als der Daueraufenthalt draußen.
Samstag startete der Tag so wie er Freitag aufgehört hatte: ohne Regen. Mit der schiefen Bahn sind wir zum Aussichtspunkt Fløyen gefahren, von wo man einen herrlichen Ausblick über Bergen und auf das Meer hatte. Danach ging es nochmal durch die Innenstadt, an den Hafen und am Aquarium vorbei. Den Tag zuvor hatten wir bereits Gamle Bergen, die Alstadt mit ihren vielen kleinen schiefen und bunten Holzhäusern durchstreift und uns ein paar Kirchen angeschaut.
Samstagabend sah das Zimmer dann wie ein kleines Schlachtfeld aus und erinnerte Vicky und mich genau an die Zimmer auf Klassenfahrt. Sonntagfrüh gings für Vicky dann von Bergen aus zurück nach Haus und wir anderen vier sind mit dem Zug zurück gefahren. Die Landschaft hat echt was her gemacht und viel Schnee gabs zu sehen. Elche konnten wir keine entdecken. Die Müdigkeit hat uns auch das ein oder andere mal davon abgehalten, die Landschaft komplett zu verfolgen.

Bergen ist auf alle Fälle ein Reise wert, die Altstadt ist wirklich bezaubernd. Zusammen mit den Mädels war es ein echt gelungenes Wochenende. Und das durchgängige Deutschsprechen war ein vorgeschmack auf zu Hause;)

 

--> Fotos Bergen

02November
2013

Novemberstart, Besucherexplosion und Uniereignisse

 

Hey alle zusammen,


nach Wochen nun wieder Nachricht aus Norwegen. Nach der Zeitumstellung herrscht hier doch schon frühzeitiger Dunkelstimmung. Jetzt ist es grad um fünf und bereits mehr als düster, nahezu komplett dunkel, durch den Nebel sieht man noch weniger. Aber auch bei euch da im Süden wird's ja nun merklich früher dunkel. Neben dieser Wettersache geht's nun mit schnellen Schritten in die letzte Phase des Semesters. Drei Wochen sind noch Uni plus mündliche Prüfung, wovon eine Woche Praktikum in einer Schule hier in der Nähe ist, die restliche Zeit ist doch recht spärlich mit Präsenzzeit bestückt. Allzu viel an Arbeit ist auch nicht abzugeben. Bin gespannt, wie das Studentenleben in Magdeburg wieder wird:) Auch wenn hier wirklich nicht die Masse zu tun ist und das Unileben wirklich entspannt ist, so tun wir auch nicht nichts. Präsentationen, Papers, Lehrpropben, Aktionstage und all die anderen praktischen Aktivitäten.


Steven ist mittlerweile natürlich schon wieder zu Haus. Schön war's, dass er hier war. In Oslo hatten wir herrliches Herbstwetter und sind viel durch die Stadt gelaufen, haben heiße Informationen über die Stadtgeschichte erhalten, das neue Hafenviertel erkundet und uns Schloss und Innenstadt angeguckt. Die restliche Zeit haben wir es uns hier in Notodden gut gehen lassen.
--> Fotos Besuchszeit

Der nächste Besuch steht quasi schon so gut wie auf der Matte, nächste Woche kommt Vicky her. Zusammen mit Anna, Kira und Lisa fahren wir zusammen mit dem Zug an die Westküste nach Bergen. Die Stadt ist für seine malerische Innenstadt bekannt, das Hafenviertel ist Weltkulturerbe. Und Bergen liegt direkt an einem der Fjorde. Ich freu mich drauf. Und natürlich auf Vicky. Genügend warme Sachen hab ich im Falle des Falles parat;)

In letzter Zeit herrschte hier generell reger Besucherandrang, vor allen Dingen die Spanier haben viel Besuch von zu Hause bekommen. So dudelte also auch bei uns täglich spanische Musik durch die Wohnung und man war live dabei, das Wunder des Schnellsprechens mitzuerleben. Zusammen mit der ganzen Meute ging es letztes Wochenende zu einer der Partys des Jahres, Halloween.
Wer gedacht hat, dass er mit Baracke- und Matrix-Erfahrungen Bescheid weiß über aufdringliche Mitmenschen, hat sich geschnitten, das StuA topt alles. Irgendwie dachte ich eher, dass Norweger ein wenig zurückhaltender sind in diesen Dingen, aber hier im StuA ist eher komplett das Gegenteil zu beobachten. Egal wo man hinschaut, rummachende Pärchen postieren sich überall, natürlich auch mitten auf der Tanzfläche. Da geht's doch teilweise schon recht, ahm, sehr sehr körperbetont zu. Als weiblicher Gast kommt man sich oft auch mehr als Beute denn als ebenbürtiger Feierfreudiger vor. Ein Video wär eigentlich schon mal son Knüller.


Da die Uni hier ein großes Augenmerk auf die Lehrerausbildung legt, wird uns Studenten immer wieder die Möglichkeit gegeben, Aktionstage mit und für den norwegischen Nachwuchs zu gestalten. Letzte Woche gab es an der Uni den Activity Day, wo es für die Kids drei verschiedene Stationen gab: Schatzsuche und Aktivitäten draußen, Rumtollen im Schwimmbecken und Spiele&air tracken in der Sporthalle. Ich war bei der dritten Station mit dabei und das war echt cool. Dieses air-track-Ding wird mit Luft gefüllt und ist dann quasi wie eine lange Hüpfburg, auf der dann alles mögliche gemacht werden kann. Das macht verdammt viel Spaß:D
Am Donnerstag war 1.Hilfe-Tag mit zwei Stationen; Rettungsaktionen aus dem Wasser und 1.Hilfe nach Unfällen leisten. Da meine letzten Erfahrungen mit solchen Dingen bis zur 3. Klasse zurückreichen, war das nicht nur für die Kids ein informativer Tag, sondern auch für mich:) Stabile Seitenlage, Herz-Druck-Massage, ich weiß Bescheid.
--> Fotos HiT

 

Ich werd jetzt mal noch ein bisschen was für die Uni tun, ist ja doch was zu machen. Macht ihr euch noch ein schönes Wochenende&lasst es euch gut gehen. Fine

14Oktober
2013

Und wieder zurueck

 

Alles da, alle heil und das Wochenende auch gut ueberstanden. Der letzte Ausflug war richtig gut und hat Spass gemacht. Den ersten Tag war's doch ein Stueck bergiger. Mit grossen Rucksæcken hochkraxeln hat schon was fuer sich, besonders dann, wenn man sich nach vorne beugen muss und einem der Rucksack gleich freudig hinterher kommt. Wenn man in der Gruppe læuft, kommt einem das immer nur halb so dramatisch vor, die riesigen suessen Blaubeeren am Rand haben das Uebrige zum Durchhaltevermøgen beigesteuert.
Fuer die Aussicht ins Tal hat man sich auch gerne da hoch bewegt. Die anderen Mædels haben nach unserer Bergerkundungstour eine kleine Abuehlung im See genommen, es war wohl doch recht frisch. Ich habe mir in der Zeit ein Nickerchen gegønnt. Natuerlich.

Der zweite Tag hielt dann kaum nach oben zu ueberwindende Høhenmeter bereit, jedoch war der Weg dafuer kilometechnisch um einiges weiter. Antoine hat unterwegs eine Axt verloren, da haben wir uns nochmal ein bisschen Weg raufgepackt, aber sie tatsæchlich in den unendlichen Weiten der Stræucher und Græser wiedergefunden. Kurz vor unserem Mittagszwischenstopp haben wir Jæger getroffen, im Moment ist næmlich Elchjagdzeit. Jeder Jagdberechtigte hat ein bestimmtes Gebiet, in dem er jagen darf und gehørt meistens einer grøsseren Jagdegruppe an. Es darf nur eine bestimmte Zahl an Elchhirschen, -kuehen und -kælbern geschossen werden. Die beiden Jæger, die wir getroffen haben, hatten zusammen mit ihren Hunden drei Elche geschossen. Es war echt beeindruckend, das zu sehen, aber auch ganz schoen makaber, aber so ist das. Das Fleisch war schon entfernt und so lagen nur noch Hæute mit den Køpfen auf dem Boden. Elchkøpfe sind riesig.

Im Feuerholzsammeln und -hacken bin ich nun geuebt. Man fuehlt sich so richtig wildnisisch, wenn man axtschwingend im Wald unterwegs ist und halbe Baumstæmme zurueck zum Camp trægt. Abends sassen wir um ein prasselndes Feuer, haben gegessen und erzæhlt. Ein bisschen kam ich mir vor wie ein Vogel, denn wenn es dunkel wurde, war ich muede. Doch da es erst 19.30 war, hat die muede Gemeinschaft gemeinschaftlich beschlossen, noch ein wenig am Feuer ausharren zu muessen.
Donnerstag ging es dann im Regen zuerueck. Aber wenn man weiss, dass man bald zu Hause ist, ist das alles halb so wild.

Sonst alles gut hier. Ich hoffe, bei euch auch. Fuer die Studentenschaft hat die Uni nun auch wieder begonnen, willkommen zurueck im Team. Ich bekomm diese Woche meinen ersten Besuch. Am Donnerstag geht's nach Oslo zum Steven-Abholen. Voll gut.

--> Fotos Wildnis die Dritte

08Oktober
2013

Im Zeichen des Obstes

 

Der Herbst ist großartig. Die letzten Tage herrschte hier strahlender Sonnenschein und zur allgemeinen Verwunderung streicht ein laues Lüftchen durch Notodden, das nochmal an den Sommer erinnert. Es ist herrlich mit all den bunten Blättern und dem Duft nach Wald in der Nase. Da lässt sich das Obst noch viel besser sammeln. Äpfel und Pflaumen braucht man eigentlich nur aufzuheben, Blau- und Preiselbeeren machen sich da schon ein bisschen rarer und sind auch nicht mehr so süß. Eine Marmelade lässt sich daraus aber ja trotzdem noch machen. Und sogar noch ein paar letzte überlebende Himbeeren haben den Weg in meinen Bauch gefunden. Die letzten Tage hat es bei uns super gut gerochen; nach  Apfelkuchen, frischem Brot und Apfelmus. 15t Äpfel sind trotzdem noch übrig.
Morgen früh geht es los zum nächsten Outdoor-Trip zum Fjellstulfjellet, dem doppeltgemoppelten bergigen Gebiet im Nordosten von Notodden. Dies Mal sind wir ohne Lehrer unterwegs und auch nur zu acht. Mal gucken, wie das wird.

29Sept
2013

Einmal Fisch, bitte!

 

Diese Woche war das erste Mal KILO angesagt. Das ist hier ein Projekt mit den lokalen Schulen. Jede Woche haben die Kinder einen KILO-Tag, an dem unterschiedliche Fächer miteinander verbunden werden und dann ein Projekttag draus wird. Dabei machen sie ganz unterschiedliche Dinge: Wikingerschlachten nachspielen, Erkundungstouren durch die Wälder machen, mehr über die norwegische Geschichte lernen, sich mit den Wahlen auseinandersetzen, fischen gehen und die Beute danach in genaueren Augenschein nehmen. Das haben wir diese Woche mit ihnen gemacht.
Zusammen mit den Kindern haben wir die Netze entwirrt, die sie mit den Booten vom See zurückgebracht haben, und haben die Fische herausgesammelt. Danach wurde alles bestimmt und auseinandergenommen, was nur ging. Wenn man den Dreh raus hat, ist Fisch ausnehmen und häuten auch gar nicht so schwer. War ein interessanter Tag mit den Kids. Solche Projekttage sind echt toll. Wenn man Dinge selber macht, bleiben sie doch eher im Kopf.

--> Fotos KILO


Ultramäßiges Highlight diese Woche: Übernachten auf dem Eikeskar. Zu viert sind wir abends hochgestiefelt und haben es uns unter den Sternen gemütlich gemacht. Klar, ich hab auch schon besser geschlafen, aber tausende Sterne inklusive Sternschnuppe vorm Einschlafen zu sehen, dick eingemummelt in den Schlafsack, da geht schon schwer was drüber. Und einen schönen Blick hat man vom Berg immer, egal zu welcher Uhrzeit.

--> Fotos Eikeskar die Zweite


Der Herbst ist hier mittlerweile richtig angekommen. Bunte Blätter fliegen durch die Luft und die letzten Himbeeren an den Sträuchern schmecken auch nicht mehr so himmlisch wie noch vor ein paar Wochen. Morgens und abends wirds jetzt auch schon echt kalt. Mal gucken, wann der erste Schnee kommt. Ich hoffe bei euch ist alles in bester Ordnung und euch geht es gut.

23Sept
2013

Nasse Zelte sind schweineschwer

 

Zurück vom Outdoor-Trip, zurück aus dem Lifjell. Dieses Mal sind wir wirklich gewandert.
Dienstag früh gings los. Der Regen begleitete uns den ganzen Tag, viel viel Wasser hatte er im Gepäck. Zu Hause waren meine Regensachen immer gut, ich bin immer trocken geblieben. Bei dem Regen hatten sie jedoch keine Chance, einmal komplett nass. So lange man in Bewegung bleibt, ist das kein Problem. Steht man jedoch einen Augenblick zu lang, wird's richtig kalt und die Hände kann man für alles Kleinmotorische vergessen.

Unglaublich, wie sehr Dauerregen doch auf die Stimmung drücken kann. Die Aussichten auf ein nasses Zelt inklusive nassem Schlafsack und Isomatte haben zur Unterstützung beigetragen. Abends hatte das Elend jedoch ein Ende, der Regen hat aufgehört, wir haben Feuer gemacht und es gab Abendbrot.
Wie beim letzten Ausflug auch, wurden wir vorher in Gruppen eingeteilt und hatten dann jeweils eine Aufgabe während der drei Tage zu erfüllen. Wir haben uns um Feuerholz und das Abendessen gekümmert. Einzuschätzen, wie viel 29 Menschen essen, ist richtig schwer. Es ist jedoch auch was richtig Leckeres bei rausgekommen, allen hat es geschmeckt und alle sind satt geworden. Marshmallows über dem Feuer sind immer noch großartig. Am Feuer konnten dann auch fast alle Sachen trocknen, inklusive Schlafsack und Isomatte. Und als dann am nächsten Morgen die Sonne schien, war alles in Ordnung.

Dann ging das Wandern los. Wir haben viele verschiedene Untergründe mitgenommen; Moss, Gras, Erde, Steine, Sträucher. Auch das ein oder andere Flussbett haben wir durchquert. Gute Balance hat sich dabei bezahlt gemacht. Nach mehreren Höhenmetern, vielen Seen und mehreren Stunden haben wir dann unser zweites Camp am Fuß des Jøronatten erreicht, dem höchsten Berg im Lifjell mit ungefähr 1200m. Ohne Gepäck ging es auf die Spitze, wo wir uns die ersten Schneebälle um die Ohren geworfen haben (flächendeckender Schnee war es nicht und auch mehr Eis als Schnee, aber so lange es für Schneebälle reicht, zählt das). Über Plateaus und durch Täler ging es Donnerstag dann zurück, immer so die ein oder andere Blaubeere in der Hand. An nasse Schuhe gewöhnt man sich ganz schnell. So muss man auch nicht mehr drauf achten, wohin man tritt und kann jede Matschpfütze mitnehmen.

Mittlerweile ist alles wieder getrocknet und auch der letzte Schmutzkrümel ist entfernt. Samstag waren wir in Oslo zu einer Elektroparty auf zwei Booten draußen auf dem Fjord. Auch wenn der Beat ein wenig zu gleichtönig war, war es doch eine coole Erfahrung. Und ich war so überrascht, mit wie vielen Menschen man ins Gesrpäch kam. Es wurde sich auch um unsere zwei Franzosen gesorgt, die sind nämlich oft eingeschlafen. Aber sie waren wirklich nur müde. Richtig geschlafen haben wir in einem Lavu, ähnlich wie ein Tipi und die typische Zeltform der Sámi, der indigenen Bevölkerung in Norwegen, Schweden, Finnland und Russland, auf dem Ekeberg, südöstlich der Innenstadt. Ich hab noch nie in der Stadt gezeltet:) Als wir mittags das Zelt aufgemacht haben, konnten wir auch die ganzen Leute auf ihrem sonntäglichen Spaziergang sehen. Gleich nebenan war eine kleine Zeltcommunity, die dort seit dem Frühling wohnt und gegen die Ökonomisierung des Waldgebietes dort protestiert. Leider blieb keine Zeit, sich mit ihnen zu unterhalten.

Jetzt startet auch schon wieder die nächste Woche, es vergeht hier alles so schnell. Heute ist auch eine weitere Norwegischeinheit. Das Lernen geht voran. Habe mit Jon vereinbart, dass er ab dem 5. Oktober nur noch Norwegisch mit mir spricht. Na mal gucken, wie viel wir uns dann noch unterhalten:)

 

Fotos folgen in den nächsten Tagen

10Sept
2013

Was, 3 Monate?!

 

Hab mich vor ein paar Tagen mit Alba über die Uni unterhalten und dann meinte sie, ja, ist ja auch echt nicht lang, in drei Monaten ist das Semester schon um. Und ich dacht so hä, kann ja gar nicht sein. Aber doch, kann es gut, am 5.12. ist hier wahrscheinlich die letzte Univeranstaltung für die Austausch-Sportstudenten. Irgendwie komisch.

Lansam kehrt hier ein bisschen Alltag ein. Da der Stundenplan jedoch jede Woche anders aussieht, wird's wohl nie richtig ganz alltäglich, aber das ist auch gar nicht schlimm.
Letzte Woche war wenig Uni, somit blieb genug Zeit zum Lesen, Rumhängen und Himbeeren sammeln. Habe hier ein paar großartige Himbeerecken ausgemacht.

Orienteering (das Unterrichtsfach hier) läuft bisher ganz okay, viele falsche Ausfahrten werden nicht mehr genommen. Der Vegetationsgrenze zu folgen ist jedoch schon ein Auftrag. Meine Fähigkeiten zu unterscheiden, an welcher Stelle die Vegetation dichter wird, muss ich noch ausbauen. Beim Playing hampeln wir durch den Wald und verstecken uns oder laufen baseballschlägerschwingend über den Sportplatz. Alles im Zeichen der Didaktik versteht sich.
Seit letzter Woche bin ich auch in der Bibliothek unterwegs.Die ist echt niedlich hier, eine Etage und eine überschaubare Anzahl an Regalen. Dafür gibt es hier eine Kinderabteilung. Hier lerne ich lesen:) Das erste Petterson und Findus Buch hab ich schon durch. Mithilfe der Bilder hab ich auch verstanden, worum es ging. Das Verstehen wird in den nächsten hoffentlich besser, Montag ist nämlich unser Norwegischkurs gestartet und ich hab mir zwei Sprachkurse aus der Bibo ausgeliehen. Norwegisch kann also kommen! Vielleicht werde ich mich dann auch mal öfter in der Bibo wiederfinden. Lesen kann man hier gut und mit einem Tee auf einem der Sofas lässt es sich wahrlich aushalten.

 

Samstag waren wir auf dem höchsten Berg hier in Telemark. Obwohl der Anstieg teilweise recht steil war und die Norweger einen ordentlichen Schnellschritt draufhatten, waren wir nach 1.5h oben. Den Tag war es ziemlich neblig, so dass man teilweise keine 50m weit gucken konnte. Eine Aussicht ins Tal von der Bergspitze blieb uns also verwehrt, jedoch hatte das auch was Besonderes, umhüllt von Nebel über die Steine zu kraxeln. Und beim Abstieg hatten wir dann ab einer gewissen Höhe auch einen wunderschönen Blick über das Tal. Jedoch hätte ich nicht gedacht, dass es oben auf der Spitze doch echt so kalt ist. Morgens hab ich noch überlegt, ob ich Handschuhe einpacken soll und hab mich dann gefragt, wofür ich die denn brauchen sollte. Naja, eine Fehlinvestition wären sie nicht unbedingt gewesen.
--> Fotos Gaustatoppen

Nächste Woche geht's auf den nächsten Outdoortrip mit den anderen. Wir fahren zum Lifjell, eine bergige Ansammlung, dort werden wir dieses Mal zwei Nächte bleiben. Ein Wollpulli ist gekauft, die Nächte können also kommen.

02Sept
2013

Wochenendstimmung

 

Morgen geht die neue Woche los. Genau der richtige Zeitpunkt für neue Nachrichten.

Gestern gabs hier die erste Runde Rugby. Maxime spielt zu Haus in Frankreich und war schon ganz heiß darauf, endlich mal wieder spielen zu können. Wir Hänflinge haben unser Bestes geben und es hat wirklich viel Spaß gemacht. Muss bis zur nächsten Partie dezent am Muskelaufbau arbeiten. Und wenn ich die Angst verliere, die Füße von wem anders beim Sprung in dessen Beine ins Gesicht zu bekommen, kanns eigentlich nur noch besser werden als letztes Mal. Bevors abends ins StuA ging (Samstag ist hier der krasse Partytag und wahrscheinlich auch der einzige), haben Antoine und ich eine neue Wegerkundung hoch zum Eikeskar durchgeführt.

Wir Austauschstudenten haben uns in unsere beste BadTaste-Kluft geschmissen für den Abend und die Tanzfläche gestürmt. Das war auch nicht so schwer, Norweger tanzen nicht unbedingt viel. Fotos folgen, ich möchte euch die optischen Höhenflüge nicht vorenthalten. Der Weg die Storgata entlang hat erneut einen Teil der moderneren norwegischen Kultur präsentiert, das in gepimpten Autos mit gigagroßen Boxen im Kofferraum umherfahrende Volk. Die norwegische Schreibweise werde ich Erfahrung bringen, es gibt einen festen Begriff. Die Storgata ist die Hauptstraße, die einmal durch die Stadt führt. Diese Straße wird ab dem frühen Abend die ganze Nacht hindurch fleißig hoch- und runtergefahren, begleitet vom dumpfen Dröhnen der Boxen. Nahezu eine Schande, dass das keinen Einzug in den Lonely Planet gefunden hat. Notodden gilt wohl als Hochburg dieser Kulturlandschaft.

Morgen steht das nächste Floorball-Training an. Ich bin gespannt, wie das wird. Letztes Mal war's doch ein ordentliches Gehacke. Irgendwie hab ich gedacht, dass Norwegen einen stärkeren Bezug zum Innebandy hat. Bisher merkt man das noch nicht so ganz. Es gibt bisher eigentlich keine Regeln, Stöcke fliegen munter durch die Luft, es gibt keinen Bully zum Anstoß, keine Banden, wenig Stöcke und auch keinen Torraum. Neuigkeiten folgen.

Auf dieser Seite werden lediglich die 10 neuesten Blogeinträge angezeigt. Ältere Einträge können über das Archiv auf der rechten Seite dieses Blogs aufgerufen werden.